{"id":389,"date":"2016-12-13T17:45:08","date_gmt":"2016-12-13T16:45:08","guid":{"rendered":"http:\/\/deep-darkness.org\/wpdeepdarkness\/?page_id=389"},"modified":"2025-06-05T09:49:03","modified_gmt":"2025-06-05T07:49:03","slug":"abschnitt-saar","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/deep-darkness.org\/wpdeepdarkness\/abschnitt-saar\/","title":{"rendered":"Abschnitt Saar"},"content":{"rendered":"<h1 style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #ff9900;\">Abschnitt Saar<\/span><\/h1>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-391 aligncenter\" src=\"http:\/\/deep-darkness.org\/wpdeepdarkness\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/region_saar.jpg\" alt=\"\" width=\"640\" height=\"574\" srcset=\"https:\/\/deep-darkness.org\/wpdeepdarkness\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/region_saar.jpg 640w, https:\/\/deep-darkness.org\/wpdeepdarkness\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/region_saar-300x269.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><\/p>\n<p>Die Saarregion bezeichnet ein Gebiet von ca. 30 Kilometern zwischen T\u00e9ting und Saaralbe. Geographisch liegt der Festungsabschnitt&nbsp; zwischen den Festungsgebieten Metz und Lauter. Anders als bei den anderen Festungsabschnitten befinden sich hier keine CORF-Werke.<\/p>\n<p>1935 begann man mit dem Aufbau strategischer Abwehrma\u00dfnahmen. Sp\u00e4ter als in den anderen Gebieten. Geschichtlich l\u00e4sst sich dies durch die Angliederung des deutschen Saargebiets an Deutschland erkl\u00e4ren, welchem die Bewohner 1935 zustimmten. Seit 1919 von Frankreich verwaltet, hegte man die Hoffnung, dass die Entscheidung zu Gunsten Frankreichs ausfallen w\u00fcrde.<\/p>\n<p>Da das Gebiet reich an Gew\u00e4ssern ist, bot es sich an, so genannte \u00dcberschwemmungszonen einzurichten. Es wurden ca. zehn Stauwehre errichtet, die im Falle eines Angriffs die \u00dcberschwemmungszonen fluten sollten. Von Weste nach Osten verliefen sie quer durch die T\u00e4ler der deutschen Nied, des Moderbachs und der Saar. Ferner wurden in sechs k\u00fcnstlichen Seen um die zwei Millionen Kubikmeter Wasser gespeichert.<\/p>\n<p>Kleine Bunker, Unterst\u00e4nde, leichte Beobachter, eingegrabene Panzert\u00fcrme und Gr\u00e4ben erg\u00e4nzten die Wasserhindernisse. Ferner wurden z\u00f6gerlich zwei Reihen von STG &#8211; Kasematten errichtet. Eine in N\u00e4he der \u00dcberschwemmungsgebiete, die andere einige Kilometer dahinter von Faulquemont nach Saaralbe verlaufend. Weder die ca. 40 Kasematten noch die geplanten vier Artilleriekasematten waren bis 1940 fertiggestellt. Im selben Jahr wurde das Infanteriewerk Haut-Poirier und weitere f\u00fcnf umliegende Kasematten dem Festungsabschnitt Saar angegliedert.<\/p>\n<p>Von September 1339 bis hin zum Zeitpunkt des deutschen Angriffs verbunkerten die stationierten Truppen die zur Verf\u00fcgung stehenden Waffen in Holz- und Betonbunkern. Dem Abschnitt fehlte es quasi an allem. Man verf\u00fcgte weder \u00fcber Stahlpanzerung, Kuppeln und Panzert\u00fcren, noch \u00fcber Schartentrichter. Die spezielle Bewaffnung f\u00fcr Festungen war nicht verf\u00fcgbar. Somit mussten sich die Truppen mit veralteten Maschinengewehren und 4,7-cm Marinekanonen behelfen.<\/p>\n<p>Am Morgen des 14. Juni 1940 griff die deutsche 1. Armee neben den Abschnitten Faulquemont und Rohrbach auch den Festungsabschnitt Saar an. Insgesamt waren an dem Angriff neun Divisionen, tausende Gesch\u00fctze mitunter schweres Kaliber 30,5 und 42cm und unz\u00e4hlige Flugzeuge des Typs Stuka und Heinkel 111 beteiligt. Um 6h beginnt der Angriff am Moderbach und der unteren Nied mit schwerem Artilleriefeuer. Trotz heftiger Angriffe und blutiger K\u00e4mpfe hielt die franz\u00f6sische Abwehr den ganzen 14. Juni \u00fcber. Der deutsche Angriff wurde von den Verteidigern verlangsamt und erschwert. Somit hat die Festungsabschnitt Saar seine Aufgabe erstmal erf\u00fcllt. Auch in der Nacht kann der Abschnitt trotz massiver Stuka-Angriffe und 8,8-cm Flakfeuers gehalten werden. Aufgrund schwerer Verluste und des unwegsamen Gel\u00e4ndes beendete die deutsche Armee den Angriff.<\/p>\n<p>Erst am 15. Juni gelang den Deutschen der Vorsto\u00df. Vorangegangen war der Befehl des franz\u00f6sischen Oberkommandos zur Neugruppierung der Ostarmeen in den Vogesen und die damit verbundene R\u00e4umung der Position.<br \/>\nBis zum Mittag des 15. Juni \u00fcberrollen deutsche Verb\u00e4nde die Kasematten mit den verbliebenen Besatzungen, da auch der Befehl zum R\u00fcckzug von den Deutschen in der Nacht zuvor mit allen R\u00fcckzugswegen abgefangen wurde.<br \/>\nErst jetzt ist ein Durchbruch in der Verteidigungslinie entstanden. Von hier aus konnten die Angreifer nun nach S\u00fcden vordringen und die Werke der benachbarten Festungsabschnitte Faulquemont und Rohrbach von hinten angreifen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Hier nun alle, von Deep Darkness besuchten Werke im Festungsabschnitt Saar. Zum Betrachten des Werkes bitte auf den Namen oder das Bild klicken.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-392 alignleft\" src=\"http:\/\/deep-darkness.org\/wpdeepdarkness\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/abschnitt_haut_poirier.jpg\" alt=\"\" width=\"120\" height=\"80\"><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"http:\/\/deep-darkness.org\/wpdeepdarkness\/infanteriewerk-haut-poirier\/\"><span style=\"color: #ff9900;\">Infanteriewerk Haut-Poirier (0220)<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Abschnitt Saar &nbsp; Die Saarregion bezeichnet ein Gebiet von ca. 30 Kilometern zwischen T\u00e9ting und Saaralbe. 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