{"id":435,"date":"2016-12-13T18:32:05","date_gmt":"2016-12-13T17:32:05","guid":{"rendered":"http:\/\/deep-darkness.org\/wpdeepdarkness\/?page_id=435"},"modified":"2016-12-13T18:32:05","modified_gmt":"2016-12-13T17:32:05","slug":"atlantikwall","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/deep-darkness.org\/wpdeepdarkness\/atlantikwall\/","title":{"rendered":"Atlantikwall"},"content":{"rendered":"<h1><span style=\"color: #ff9900;\">Atlantikwall<\/span><\/h1>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-436 aligncenter\" src=\"http:\/\/deep-darkness.org\/wpdeepdarkness\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/atlantikwall_soldat.jpg\" alt=\"\" height=\"433\" width=\"500\" srcset=\"https:\/\/deep-darkness.org\/wpdeepdarkness\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/atlantikwall_soldat.jpg 500w, https:\/\/deep-darkness.org\/wpdeepdarkness\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/atlantikwall_soldat-300x260.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 500px) 100vw, 500px\" \/><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">W\u00e4hrend des zweiten Weltkrieges befahl Adolf Hitler den Bau des Atlantikwalls, eine Bunkerkette entlang der Westk\u00fcste Europas. Der Wall erstreckt sich \u00fcber ca. 3000 Kilometer von Norwegen bis zu den Pyren\u00e4en. Fast eine halbe Million Menschen bauten daran nahezu vier Jahre lang, die meisten von ihnen gezwungenerma\u00dfen. Der Atlantikwall sollte das gr\u00f6\u00dfte Milit\u00e4rbauwerk des 20. Jahrhunderts werden. Ende 1940 verlor Deutschland die Luftschlacht um England, die Invasion auf Gro\u00dfbritannien blieb aus. Immer mehr Divisionen wurden von der Westfront an die Ostfront verlegt, da die Rote Armee dort erbitterten Widerstand leistete.<\/p>\n<p>In Berlin war man sich bewusst, dass die Westflanke gesichert und verteidigt werden musste. Der erste Schritt war getan, aus der Westoffensive in die Defensive zu wechseln. Ebenso wie am <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-full wp-image-437\" src=\"http:\/\/deep-darkness.org\/wpdeepdarkness\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/fritz_todt.jpg\" alt=\"\" height=\"266\" width=\"180\">Westwall wurde der Ingenieur Dr. Fritz Todt und seine gleichnamige Organisation mit dem Bau der Bunkeranlagen vertraut. Ohne diese Organisation w\u00e4re der Bau des Walls niemals realisierbar gewesen. Es wurden standardisierte Pl\u00e4ne zum Bau der Bunkeranlagen benutzt. Daraus entstanden die so genannten Regelbauten, deren Erbauung ca. 3 Monate in Anspruch nahmen. Pro Monat wurden 500.000m\u00b3 Beton verbaut.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In der ersten Bauphase hatte die K\u00fcste Norwegens Vorrang. Die Reichsf\u00fchrung wollte die Rohstoffe sichern und bef\u00fcrchtete dort eine Invasion der Alliierten. Hunderte deutscher Soldaten wurden dort stationiert, eine Invasionsflotte hingegen dort niemals gesichtet. Holl\u00e4ndische H\u00e4fen, die m\u00f6gliche Invasionsziele darstellen, wurden zu Verteidigungsbollwerken ausgebaut. Entlang der K\u00fcste standen die Bunker in einem Abstand von mehreren Metern oder einigen Kilometern zueinander.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Im Dezember 1941 wurde dem Vorantreiben des Atlantikwallausbaus oberste Priorit\u00e4t zugemessen, da Amerika in den Krieg eintrat und sich somit ein neuer westlicher Feind dem Reich offenbarte, der, wenn er den Wall \u00fcberwand, durch Frankreich und die Beneluxstaaten freien Vormarsch bis Deutschland gehabt h\u00e4tte. Da es zu wenige Soldaten gab, mussten noch mehr Wehranlagen errichtet werden. Man wollte m\u00f6glichst schnell Mensch und Material unter Beton liegen haben, um vor den permanenten Luftangriffen gesch\u00fctzt zu sein.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Auch die Kanalinseln Jersey, Guernsey und Alderney wurden befestigt. Milit\u00e4risch ein unverst\u00e4ndliches Unterfangen, das nur der propagandistischen Zwecken diente, da diese Inseln bereits zum englischen Territorium z\u00e4hlten. Im Vergleich zum \u00fcbrigen Atlantikwall waren diese Inseln \u00fcbertrieben stark gesichert. Obwohl sie das unwichtigste Glied des Walls darstellten, wurden dort zwei Divisionen stationiert.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Am 8. Februar 1941 starb der leitende Ingenieur Dr. Todt bei einem mysteri\u00f6sen Flugzeugabsturz. Ein schwerer R\u00fcckschlag f\u00fcr das Unternehmen Atlantikwall. Seine Organisation arbeitet ohne ihre tragende S\u00e4ule weiter. Zu Ehren Todts wurde eine der gr\u00f6\u00dften Batterien am Pas de Calais, der die engste Stelle von nur 35 Kilometern zwischen Frankreich und England beschreibt und somit die st\u00e4rkst befestigte Passage am Wall war, nach ihm benannt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die H\u00e4fen von Calais und D\u00fcnkirchen, sowie die Caps Blanc und Gris Nez und das gesamte Umland waren wahre Festungsbollwerke, da hier, an der engsten Stelle des Kanals so glaubten die Strategen, eine Invasion am wahrscheinlichsten war. Eine fatale Fehleinsch\u00e4tzung \u00c4hnlich gesichert waren die H\u00e4fen von Le Havre, Dieppe und Cherbourg, Brest und St. Nazaire (St\u00fctzpunkt der U-Boot Flotte), da man vermutete der Feind w\u00fcrde eher die H\u00e4fen attackieren, als am flachen Strand zu landen, um einen Br\u00fcckenkopf ins Landesinnere zu errichten. Ein weiterer Trugschluss. Auch wurde das Hinterland bei der Verteidigung kaum oder gar nicht mit ber\u00fccksichtigt. Man konzentrierte sich nur auf den Gedanken aus der K\u00fcste eine un\u00fcberwindbare Barrikade zu erheben, deren \u00dcberwindung undenkbar sei. Als solche feierte auch die Propaganda ihren Wall. Angriffen von hinten w\u00e4ren die Wehranlagen schutzlos ausgeliefert gewesen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Auf Grund massiver Bedenken an der Qualit\u00e4t des Atlantikwalls seitens der f\u00fchrenden Strategen wurde am 8. November 1943 Erwin Rommel zum neuen Inspekteur des Walls ernannt.Erwin <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-full wp-image-438\" src=\"http:\/\/deep-darkness.org\/wpdeepdarkness\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/rommel.jpg\" alt=\"\" height=\"227\" width=\"180\">Rommel Dieser nahm seine Aufgabe sehr ernst, bereiste den Wall unentwegt und erkannte sehr schnell die massiven M\u00e4ngel des Festungswerks. Rommel verwandelte den Strand in einen reinen Hindernisparcour aus Belgischen Toren, Minenfeldern, Holzpfl\u00f6cken, Stahlsperren und Stacheldraht.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Er kam zu dem Schluss, dass der Wall nur h\u00e4lt, wenn die Alliierten schon am Strand scheiterten. Au\u00dferdem wollte er im Hinterland Panzerdivisionen stationiert wissen, da die Bunker allein eine Invasion nicht aufhalten konnten. Auf Grund verschiedener Streitigkeiten \u00fcber Verteidigungsstrategien und Befehlsgewalten am Wall kam man seinem Wunsch in Berlin nur bedingt nach. Rommel wurden lediglich drei Panzerverb\u00e4nde unterstellt. Der Rest befand sich im weiteren Hinterland. Ein Fakt der die sp\u00e4tere Invasion beg\u00fcnstigte. H\u00e4tte Rommel f\u00fcr seinen Plan der Verteidigung uneingeschr\u00e4nkte Unterst\u00fctzung erfahren, w\u00e4re das Gelingen der Invasion mehr als fraglich gewesen. So wusste er jedoch, dass das entscheidende Zeitfenster die ersten 48 Stunden waren.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Erschwerend hinzu kam, dass die Alliierten inzwischen die Luft\u00fcberlegenheit besa\u00dfen. Pausenlose Bombardements der Grossbaustelle und der Zufahrtswege f\u00fchrten dazu, dass Materialien und Rohstoffe knapp wurde. Der Bunkerbau stockte. Zus\u00e4tzlich mangelte es an Artillerie. Die Kampfkraft wurde geschw\u00e4cht, weil immer mehr erfahrene Soldaten an die Ostfront abgezogen wurden. Als am 6. Juni 1944 (Operation Overlord) die Invasion begann, war der Ausbau des Atlantikwalls noch im vollen Gang. Von den befohlenen 15.000 Bunkeranlagen war nur ein geringer Teil fertig gestellt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Alliierten landeten morgens um 6.30h bei Ebbe an den Schwachpunkten des Atlantikwalls, den Str\u00e4nden der Normandie. Dank guter Spionage hatten sie die Landung zwei Stunden vorverlegt, um die Ebbe zu nutzen und nicht an den Vorstrandhindernissen zu scheitern. Es war ein heftiger, blutiger Kampf zwischen Schiffsartillerie und K\u00fcstenbatterien. Nicht einmal 24 Stunden hielt der Atlantikwall in der Normandie den Angriffen stand und ebnete den Alliierten den Weg in die Festung Europa. Der Atlantikwall war gefallen, der Krieg galt als verloren&#8230;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Heute sind die Spuren der Zeit am ehemaligen Atlantikwall un\u00fcbersehbar. Unmengen der einstigen Verteidigungsanlagen stehen dem Interessierten Bunkerforscher offen. Sei es als Museen oder frei an den K\u00fcsten begehbar, werden diese Bauten immer an den Wahnsinn vergangener Tage erinnern, als stumme Zeugen einer blutigen, verlustreichen Schlacht auf beiden Seiten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\nBei unseren Recherchen mussten wir feststellen, dass es keine umfassende Enzyklop\u00e4die aller Atlantikwallregelbauten gibt. Bei Interesse an Grundrissen, Bewaffnung und Besatzung der von uns besuchten Regelbauten verweisen wir an dieser Stelle auf die Privatinitiative von Bunkers.be (zu finden auf unserer <a href=\"http:\/\/deep-darkness.org\/wpdeepdarkness\/links\/\"><span style=\"color: #ff9900;\">Linkseite<\/span><\/a>).<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Atlantikwall &nbsp; W\u00e4hrend des zweiten Weltkrieges befahl Adolf Hitler den Bau des Atlantikwalls, eine Bunkerkette entlang der Westk\u00fcste Europas. Der Wall erstreckt sich \u00fcber ca. 3000 Kilometer von Norwegen bis zu den Pyren\u00e4en. 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