{"id":526,"date":"2016-12-14T09:33:22","date_gmt":"2016-12-14T08:33:22","guid":{"rendered":"http:\/\/deep-darkness.org\/wpdeepdarkness\/?page_id=526"},"modified":"2016-12-14T10:09:45","modified_gmt":"2016-12-14T09:09:45","slug":"westwall","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/deep-darkness.org\/wpdeepdarkness\/westwall\/","title":{"rendered":"Westwall"},"content":{"rendered":"<h1 style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #ff9900;\">Westwall<\/span><\/h1>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Zwischen 1936-1940 entstand von Kleve bis Basel, auf einer L\u00e4nge von 630Km, eine einzigartige Verteidigungslinie entlang der der deutschen Westgrenze; der Westwall oder auch Siegfriedlinie genannt. Nach der milit\u00e4rischen Besetzung des Rheinlandes begann im Jahre 1936 der Bau dieses Festungsbollwerkes entlang der franz\u00f6sischen Grenze. Geographisch lagen die Bunker und Kampfanlagen gegen\u00fcber der franz\u00f6sischen Maginotlinie. Im M\u00e4rz 1938 erfolgte der weitere Ausbau der Wallanlagen entlang der Grenzen zu den Beneluxstaaten.<\/p>\n<p>Auf Grund der au\u00dfenpolitischen Brisanz in der Sudetenfrage, dr\u00e4ngte Hitler bis zum 1. Oktober 1938 auf den beschleunigten Ausbau des Westwalls. Bis zu diesem Zeitpunkt sollten 11.800 Kampfanlagen fertig gestellt werden, die durch H\u00f6ckerlinien, Draht- und Starkstromhindernisse, so wie durch Panzermauern und Gr\u00e4ben erg\u00e4nzt werden sollten.<\/p>\n<p>Um diese Vorstellung umzusetzen, wurde der Ingenieur Dr. Fritz Todt (1891-1942), ein enger Vertrauter Hitlers, mit dem Vorantreiben des Projektes beauftragt! Seine Organisation, die \u201cOrganisation Todt\u201c, der rund 400.000 Arbeiter angeh\u00f6rten, gelang es bis zu der gesetzten Frist ca. 8400 Bauten fertig zu stellen. Der Rest befand sich noch im Bau, als am Oktober der Befehl zum weitern Befestigungsausbau der St\u00e4dte Aachen und Saarbr\u00fccken einging.<\/p>\n<p>Grob zu unterteilen sind die einzelnen Bauabschnitte in das &#8222;Grenzwacht-Programm&#8220;, die &#8222;Geldern-Stellung&#8220;, das &#8222;Limes-Programm&#8220;, das &#8222;Aachen-Saar-Programm&#8220; und die &#8222;Luftverteidigungszone&#8220;. Letztere stellte den Ausbau des Hinterlandes durch zahlreiche Flakstellungen dar. Gepr\u00e4gt wurde das Bild durch so genannte Regelbauten. In NRW findet man am h\u00e4ufigsten Objekte des Typs 10, 10a, 11 und 23.<\/p>\n<p>An strategischen Stellen wurden die gr\u00f6\u00dften, massivsten Bauwerke des Walls errichtet. 32 solcher B-Werke (Panzerwerke) wurden in Dienst gestellt. Die PropagandDer Verlauf des Westwallesa feierte ihren Westwall als ein un\u00fcberwindbares milit\u00e4risches Meisterwerk aus Beton und Stahl. Sie verfehlte Ihre Wirkung damit nicht! Als am 3. September die Kriegserkl\u00e4rung von Frankreich und England an Deutschland erfolgte, verharrten beide Armeen in ihren Stellungen. Der von der Propaganda gesch\u00fcrte Respekt gegen\u00fcber den unbezwingbaren feindlichen Verteidigungslinien war auf beiden Seiten enorm. W\u00e4hrend des Sitzkrieges wurde der Westwall weiter ausgebaut. Trotz der 18.000 Bunkeranlagen wurde die volle Verteidigungsf\u00e4higkeit nie erreicht.<\/p>\n<p>Nach der erfolgreichen Westoffensive 1940 verlor die Siegfriedlinie ihre Bedeutung. Mensch und Material wurden nach und nach zum Atlantikwall geschafft. Der Westwall verwahrloste! Erst nach der Landung der Alliierten in der Normandie und dem schnellen Vorsto\u00df auf das Deutsche Reich wurde der Wall von der Wehrmacht rehabilitiert! Der Zustand war jedoch katastrophal und unzeitgem\u00e4\u00df. Dennoch wurde bis ins Fr\u00fchjahr 1945 an einzelnen Bunkeranlagen ein erbitterter Stellungskrieg gef\u00fchrt! Zwei Monate nach dem Fall der letzten Verteidigungsanlagen war der Krieg in Europa beendet!<\/p>\n<p>In der Nachkriegszeit wurden die meisten der Westwallbauten gesprengt oder \u00fcbererdet. Einige wenige wurden zu Museen umgebaut, oder in Hinblick auf ein dunkles Kapitel deutscher Geschichte unter Denkmalschutz gestellt! Manchmal hat man das Gl\u00fcck vereinzelte Anlagen ausfindig zu machen und besichtigen zu k\u00f6nnen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Westwall &nbsp; Zwischen 1936-1940 entstand von Kleve bis Basel, auf einer L\u00e4nge von 630Km, eine einzigartige Verteidigungslinie entlang der der deutschen Westgrenze; der Westwall oder auch Siegfriedlinie genannt. Nach der milit\u00e4rischen Besetzung des Rheinlandes begann im Jahre 1936 der Bau dieses Festungsbollwerkes entlang der franz\u00f6sischen Grenze. 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